dressur Kentucky/USA (fn-press). Strahlende Gesichter im deutschen Team und Entsetzen bei den Niederlanden – der Dressurwettkampf bei den Weltreiterspielen in Kentucky sorgte heute Vormittag für glückliche und traurige Gesichter. Nach drei von vier Reitern liegt Deutschland im Teamwettbewerb weiter auf Medaillenkurs.

Der dritte deutsche Mannschaftsreiter, Matthias-Alexander Rath (Kronberg), zeigte mit seinem 15-jährgen Oldenburger-Wallach Sterntaler-Unicef eine überzeugende Vorstellung, erhielt 72,553 Prozent und rangiert nach 49 von 66 Startern auf Platz drei. Besser sind derzeit nur die führende Niederländerin Imke Schellekens-Bartels mit Hunter Douglas Sunrise (73,447) und Raths Teamkollege Christoph Koschel (Hagen a.T.W.) mit Donnperignon (72,638) platziert.

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Parzival hat sich wohl auf die Zunge gebissen (Foto: Julia Rau)

In der Mannschaftswertung hat Deutschland (212,893) sogar die zwischenzeitliche Führung vor Großbritannien (210,469) und den USA (206,085) übernommen. Während sich das deutsche Team über die gelungene Vorstellung von Rath freuen konnte, musste der hohe Favorit auf den WM-Titel einen Rückschlag hinnehmen. Die Niederländerin Adelinde Cornelissen , die neben ihrem Landsmann Edward Gal mit seinem Ausnahmepferd Moorlands Totilas, zu den Titelfavoriten zählt, ist als dritte Teamreiterin disqualifiziert worden.

Grund für den Ausschluss war ein blutendes Maul während der Prüfung. „Wahrscheinlich hat er sich beim Rückwärtsrichten auf die Zunge gebissen“, lautete eine erste Erklärung des niederländischen Trainers Sjef Janssen. Das internationale Reglement sieht vor, dass blutende Pferde, unabhängig von der Ursache, sofort von der Prüfung ausgeschlossen werden müssen. Nach drei von vier Startern im Grand Prix liegt die Niederlande nur auf Rang zehn.

Allerdings kann das Oranje-Team mit Schlussreiter Edwad Gal noch Gold gewinnen. „Ich erwarte jetzt nicht, dass sich nach dem Ausfall von Adelinde Cornelissen etwas am Ausgang der Mannschaftswertung ändert. Die Niederländer sind weiter Favorit auf den Titel. Natürlich ist es jetzt spannender, weil Edward Gal richtig gut reiten muss. Aber wenn er nur ansatzweise seine Leistung der letzten beiden Jahre zeigt, wird die Niederlande Gold gewinnen,“ so Matthias-Alexander Rath nach seinem Ritt.

Mit seiner Leistung zeigte er sich sehr zufrieden: „Es war unheimlich schön zu reiten. Sterntaler hat sich bereits in der letzten Woche im Training toll präsentiert, so dass ich mit einem guten Gefühl in die Prüfung gegangen bin. Abgesehen von der letzten Piaffe, war es heute richtig gut.“

Schlussreiterin für das deutsche Team ist Isabell Werth (Rheinberg) mit ihrem Wallach Warum FRH nicht, die um 14.49 Uhr (Ortszeit, Deutschland 20:49 ) an den Start geht.

Quelle: FN-Press

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