Berlin. Die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) hat gemeinsam mit den angeschlossenen Pferdezuchtverbänden einen weiteren wichtigen Schritt für den Erhalt des Schenkelbrandes bei Pferden unternommen.

Im Dressurstall Eichkamp in Berlin wurde ein offizieller Termin zur Fohlenregistrierung durch den Hannoveraner Verband durchgeführt.

Die Mitglieder des Deutschen Bundestages waren zu dieser Veranstaltung eingeladen, um sich persönlich ein Bild von den Kennzeichnungsmethoden zu machen. Rund 50 Vertreter aus Politik, Presse und der Pferdezucht wohnten dem Termin bei, bei dem es einmal mehr um die sachliche Information und Aufklärung ging.

FN-Präsident Breido Graf zu Rantzau erklärte in seiner Eröffnung: *Es liegt uns sehr am Herzen, die Diskussion um die Kennzeichnung von Pferden objektiv zu führen. Eine weltweite, fälschungssichere Identifizierung garantiert nur der Schenkelbrand mit dem Equidenpass."

Arend Kamphorst aus dem brandenburgischen Prieros war mit drei seiner Stuten und ihren Fohlen auf die Berliner Anlage gekommen, um seine Fohlen vom Brennbeauftragten des Hannoveraner Verbandes, Erdwig Holste , registrieren zu lassen. Der engagierte Züchter erklärte: "Für uns Pferdezüchter ist es schlimm, dass wir seit einigen Monaten in der Öffentlichkeit als Tierquäler dargestellt werden. Wir gehen täglich mit unseren Pferden um, wir fühlen mit ihnen, wir leben mit ihnen. Deshalb würden wir auch nichts tun, was ihnen schadet oder Schmerzen bereitet." Der Zuchtleiter und Geschäftsführer des Hannoveraner Verbandes, Dr. Werner Schade , erklärte: *Die Pferdezüchter gehen an die Öffentlichkeit, um für ihre Sache gemeinsam einzustehen und um dem Zerrbild, das der Deutsche Tierschutzbund in den Medien verbreitet, entgegenzutreten."

Während die drei Fohlen mittels Schenkelbrand und Transponder gekennzeichneten wurden, stellte Dr. Karl Blobel , Fachtierarzt für Pferde und Tierschutzbeauftragter, die fachlichen Aspekte dar und räumte mit den von Tierschützern in Umlauf gebrachten falschen Behauptungen auf.

Neben den drei agrarpolitischen Sprechern Franz-Josef Holzenkamp (CDU/CSU), Christel Happach-Kasan (FDP) und Dr. Wilhelm Priesmeier (SPD) verschaffte sich auch Dieter Stier, zuständiger Berichterstatter für Tierschutzfragen der CDU/CSU-Fraktionen, einen Eindruck. Er fasste zusammen: "Ich hätte mir gewünscht, dass heute mehr meiner Kollegen hierher gekommen wären, um sich ein Bild von den Kennzeichnungsmethoden zu machen. Diese Veranstaltung hat sehr zur Versachlichung der Diskussion beigetragen und gezeigt, dass der Chip als alleinige Kennzeichnungsmethode bei Pferden nicht ausreichend ist."

Tags: Brandzeichen | Hannoveraner | Schenkelbrand

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