Hamburger Derby: Katrin Eckermann beachtliche Dritte in Global Champions Tour Springen

Geschrieben von FN-Press. Veröffentlicht in Ergebnisse

Katrin Eckermann riskierte im Stechen alles und kassierte dafür einen Fehler (Foto: Sportfot/GCT)Katrin Eckermann riskierte im Stechen alles und kassierte dafür einen Fehler (Foto: Sportfot/GCT)Hamburg - Einen solch hochkarätigen und spannenden Großen Preis sieht man wahrlich nicht alle Tage:

Die Etappe der Global Champions Tour gewann der Brite Nick Skelton mit dem Hengst Big Star vor Europameister Rolf-Göran Bengtsson (Schweden) mit Casall und der Münsteranerin Katrin Eckermann mit Carlson.

Nick Skelton ist fürs olympische Jahr bestens gerüstet. Mit dem Holsteiner Carlo, in den Augen vieler Experten ein absolutes Weltklassepferd, gewann der 54-Jährige die Qualifikation, im Großen Preis selbst ritt er auf seinem erst neunjährigen Nachwuchspferd Big Star, ein in den Niederlanden gezogener Sohn des Quick Star, im rasanten Stechen zum Sieg (47,97 Sekunden).

Nick Skelton siegte in einem spannden Stechen mit dem erst neunjährigen Big Star (Foto: Sportfot/GCT)Nick Skelton siegte in einem spannden Stechen mit dem erst neunjährigen Big Star (Foto: Sportfot/GCT)„Es ist unglaublich, wie viel Potenzial dieses noch junge Pferd hat“, sagte der Brite, der sich über ein Preisgeld von rund 94.000 Euro freuen durfte. Der Große Preis, Etappe der Global Champions Tour, war insgesamt mir 285.000 Euro dotiert. Davon bekamen auch der zweitplatzierte Schwede Rolf-Göran Bengtsson auf dem Holsteiner Verbandshengst Casall La Silla (fehlerfrei in 49,32 Sekunden) und Katrin Eckermann mit ihrem springgewaltigen Schimmel Carlson noch einen gehörigen Batzen ab (4 Fehler/48,87). Sie verdienten im Großen Preis 57.000 bzw. 42.750 Euro.

Katrin Eckermann reitet auch in diesem Jahr mit ihrem elfjährigen im Rheinland gezogenen Casco-Nachkommen Carlson von Erfolg zu Erfolg. Sieg vor kurzem in Hagen, Platz zwei zuvor beim Leipziger Weltcup, nun Platz drei im Großen Preis von Hamburg – manchmal kann die knapp 22-Jährige ihren Erfolg selbst kaum fassen. „Ich bin total happy. Wir haben Carlson gekauft, als er zwei Jahre alt war. Und jetzt das…“, strahlte sie. Im Parcours von Klein Flottbek flog der Wallach regelrecht über die Stangen und rettete sich auch scheinbar mühelos, als er auf dem Rasen in Rutschen kam. Der Abwurf am Oxer ein paar Sekunden später schien damit jedoch nichts zu tun gehabt zu haben. Auch ohne Fehler hätte es nicht für den Sieg gereicht, denn die blitzschnelle Zeit des Briten Nick Skelton hätte Katrin Eckermann nicht unterbieten können.

Janne-Friederike Meyer zeigte, dass sie ihren Holsteiner Cellagon Lambrasco gut „in Schuss“ hat. Der 14-jährige Achill-Libero-Sohn absolvierte ebenfalls beide Umläufe fehlerfrei und behauptet sich im Stechen mit einem Abwurf an vierter Stelle, nur wenige Hundertstel Sekunden langsamer als Katrin Eckermann. Die männlichen Kollegen hatten der deutschen Damen-Power wenig entgegenzusetzen. Marcus Ehning belegte mit dem Hengst Plot Blue den achten Platz, der junge Andreas Kreuzer ritt mit Chacco Blue auf den zehnten Platz.

Nach drei Qualifikationen liegt im Ranking der Global Champions Tour die Australierin Edwina Tops-Alexander mit 96 Punkten in Führung vor Marcus Ehning (82) und dem Niederländer Michael van der Vleuten (64). Die nächste Etappe der GCT findet am kommenden Wochenende beim Wiesbadener Pfingstturnier statt. (Hamburger Ergebnisse: www.engarde.de)

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